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Lena Blog

Seite von 191 (952 Einträge)
von gERD Schaufelberger 01. Jul. 2009 (09:36)

Frischer Beton

Derzeit führt die Elbe Hochwasser. Von Überflutung kann zwar noch keine Rede sein, aber die Fundamente der Waldschlösschenbrücke sind teilweise  unter Wasser. So musste die Baustelle gestern ruhen - zumindest auf dieser Elbseite. Auf der anderen Seite hingegen wird fleißig weiter frischer Beton vergossen. Allerdings gibt es auch nach der Aberkennung des Welterbes (vor ein paar Tagen) Proteste gegen den Bau der Brücke. Wohin die Proteste führen sollen weiss wohl niemand so genau. Aber wahrscheinlich geht es nicht mehr darum etwas zu verhindern, sondern nur lautstark die opositionelle Meinung zu verkünden.

Aber auch in Dresdens Einkaufsmeile richt es nach frischem Beton. Dort entsteht in direkter Nachbarschaft zur Altmarkt-Gallerie und diversen Kaufhäusern die Zentrum Gallerie. Am Samstag wurde dort zum Tag der offenen Baustelle eingeladen und so hatte ich Gelegenheit das Ganze einmal von Nahem anzuschauen.

Obwohl das Gebäude von außen schon riesig wirkt, wird es noch viel größer wenn man ersteinmal einen Fuß auf die breiten Treppen im Inneren gesetzt hat. Wie auf der Webseite nachzulesen ist, wird das fertige Gebäude 52000qm (Handelsfläche) für ca. 120 Läden zur Verfügung stellen. Damit ist es - gefühlt, ohne es mit Zahlen belegen zu können - um einiges größer als die von ECE betriebenen Ettlinger-Tor-Mall (in Karlsruhe) oder die Altmarkt-Gallerie (in Dresden).

Bei so viel frischem Beton frage ich mich manchmal werd die ganzen Waren die dort angeboten werden kaufen soll? Schließlich ist die Dresdner Innenstadt nicht die einzige Shoppingmöglichkeit. Große Malls und Einkaufszentren wie der Elbepark (welcher gerade mit viel frischem Beton erweitert wird) gibt es in Dresden wirklich genug. Aber was mache ich mir sorgen. Gegenüber der Zentrum Gallerie steht noch eine ganze Menge alter Beton in Form eines Karstadt Warenhauses - und der kommt ja bestimmt bald weg, oder?

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von gERD Schaufelberger 25. Jun. 2009 (20:18)

Heimatabend

Heute Abend steigt wieder die Vogtlandfete. Das ist so eine Art Komödienstadl, welches von fern-der-Heimat-also-in-Dresden-lebenden Vogtländern aufgeführt wird. Diese Veranstaltung findet zweimal im Jahr statt. Die heutige - die 32te - Fete findet unter dem Moto Bieratn aus Leidenschaft statt und ich bin gespannt welches Schauspiel uns diesesmal geboten wird.

Angst zu haben braucht man von den Piraten aber nicht. Denn der Vogtländer an sich hat eine gute Seele. Selbst wenn sich diese mit Wernesgrüner vollgesogen hat. Auch dann ist Säbelrasseln die höchste Form der Gewalt und das schlimmst was passieren kann, ist das dieser anfängt zu singen - das allerdings wird heute Abend nicht ausbleiben.

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von jochen duran 24. Jun. 2009 (04:59)

feel like 8, 9, 10 years old...

hier nochmal kurz zum nachschauen ein kurzer beitrag ueber kickball in bklyn'. sonntag ist der beste tag.

­pick your pitch and kick that shit!

cheers - jochen -

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von gERD Schaufelberger 21. Jun. 2009 (12:05)

Bunte Republik Neustadt

Während im Süden der Republik das SouthSide gefeiert wird, ruft der Osten für ein Wochenende eine eingene aus: die Bunte Republik Neustadt. Dieses alternative Stadtteilfest (oder Straßenfest) begeistert mich jedes Jahr aufs neue. Und nicht nur mich, wie die Massen die gestern Abend die Neustadt bevölkert haben zeigen. Es war proppevoll und eine riesen Party - aber leider nicht so ganz das passende Ereignis für schwangere Frauen die sich nicht am Alkoholkonsum erfreuen können. So war unser gestriger Besuch auf der BRN nur ein kurzer. Heute Nachmittag allerdings - wenn auch der kleine Punkter mit seiner Familie feiert wird es uns aber auf jeden Fall nochmals in die Neustadt ziehen.
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von gERD Schaufelberger 19. Jun. 2009 (09:52)

Money Iter

Iter ist ein wissenschaftliches Großexperiment mit dem Ziel einen Kernfusionsreaktor zu bauen, der tatsächlich Energie liefert. Doch leider verschlingt so eine thermonuklearer Fusionsreaktor erstmal eine Menge Energie um die Fusionsreaktion überhaupt in Gang zu setzen. Denn die Wasserstoffkerne müssen erst einmal auf mehr als hundert Millionen Grad erhitzt - nur so können die starken Abstoßungskräft überwunden werden und die beiden Kerne verschmelzen.

So ein Reaktor ist also kein Ding, dass Tüftler mal eben schnell in seiner Garage zusammenschweißen kann. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sich viele Staaten wie China, Japan, die USA und die Europäische Union zusammengetan haben um das Projekt zu verwirklichen und natürlich auch zu finanzieren. Budgetiert war die Anlage, die in Südfrankreich gebaut wird mit rund 5 Milliarden Euro. Doch wie es bei wissenschaftlichen Projekten nunmal passiert wurden unvorhergesehene Entdeckungen gemacht, die den Reaktor teurer werden lassen. Was Iter am Ende kosten wird wagt derzeit niemand zu beziffern, es wird aber eine Verdopplung auf 10 Milliarden Euro befürchtet. Auf jeden Fall wird Iter ganz schön teuer werden und ob das das Experiment ein Erfolg wird kann niemand versprechen - sonst wäre es ja kein Forschungsprojekt sondern Ingenieursarbeit. Das ist eben das Risiko.

Aus diesem Grund wurde gestern auf der Konferenz in Japan beschlossen die Projektlaufzeit zu verlängern. Geplant ist also erst 2018 mit den ersten Versuchen zu beginnen und 2026 den Reaktor mit Deuterium und Tritium zu beschicken. So haben die einzelnen Staaten mehr Zeit für die gestiegenen Kosten aufzukommem und die Milliarden auf mehrere Haushaltsjahre zu verteilen. Bleibt zu hoffen, dass sich Iter mit 10 Milliarden zu frieden gibt und nicht noch geldhungriger wird.

Apropos Geldhunger. Im Jahre 2008 - das ist noch gar nicht so lange her - ging eine systemrelavante Bank, die Hypro Real Esatate den Bach runter weil sie sich verzockt hatte. Darauf hin hat die HRE um Beihilfen für Kreditbürgschaften, Garantiestellung für Liquiditätsbereitstellung und weitere Anträge für umfassende Unterstützung gestellt. Bis Ende Januar hat die HRE Garantien und Beihilfen von 87 Milliarden Euro vom Staat (das sind wir) und 15 Milliarden von anderen Banken (das sind im Grunde auch wir) erhalten. Im Vergleich zum Iter hat es hier nur ein paar Monate gedauert damit ein Land (Deuschland) das hundertfache der Beträge locker macht. Ob die Geldanlage in die HRE ein Erfolg wird kann niemand versprechen - sonst wäre es ja kein Wirtschaftsunternehmen sondern Ingenieursarbeit. Das ist eben das Rikiko.

Wie auch immer wieder in dem Medien betont, scheint der Begriff Systemrelevanz eine tragende Rolle zu spielen. Da beginne ich mich zu fragen wie Systemrelevant eine große (riesige) Bank im Vergleich zur Energieversorgung des Planeten für die nächsten 1000 Jahre ist? (Schließlich gab es vor der Bankenskrise auch mal so wichtige Themen wie Klimawandel und Umweltschutz.) Wäre es da nicht sonnvoller gewesen die HRE mit Milliardenverlusten zu schließen und all die schlauen Köpfe die dort arbeiten zu animieren beim Iter mitzumachen? Vielleicht würde sich dadurch die Projektlaufzeit verkürzen und die Kernfusion schon 2020 nutzbar.

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